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Anti-Rassismus-Veranstaltung am 14.3.: Weiß-Sein erleben

Tsepo Andreas Bollwinkel
Referent Tsepo Andreas Bollwinkel

Kritische Begegnung mit einem Privileg

Am 14. März 2020 von 9:30 h bis 17:30 h führen wir im Rahmen der Bielefelder Aktionswoche „Rassismus nicht mit mir“ gemeinsam mit dem Verband binationaler Familien und Partnerschaften iaf e.V.einen Workshop mit dem Titel Weißsein erleben – kritische Begegnung mit einem Privileg durch. Referent wird Tsepo Andreas Bollwinkel sein. Die Teilnahmegebühr beträgt 30,00 €. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung unter bielefeld-verband-binationaler@gmx.de. Der Workshop findet in unserem Gemeinschaftsraum statt, Adresse und Wegbeschreibung hier. Download Flyer  hier.

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Workshopbeschreibung

Rassismus ist eine weltweite gesellschaftliche Konstante seit Jahrhunderten. Er prägt nicht nur die Erfahrungen davon betroffener Menschen sondern das Zusammenleben aller – und zum Schaden aller.
Das Sprechen über Rassismus hat zumeist nur dessen Opfer im Blick, zumeist auch nur bezogen auf individuelle Akte. Ein systemischer Ansatz fehlt im Diskurs. Und damit fehlt auch die Perspektive, Gesellschaft und Zusammenleben tatsächlich so tiefgreifend zu verändern, dass Rassismus aufhören kann zu existieren.

Critical Whiteness ist eine Herangehensweise, die jene Kräfte in den Blick nimmt, die von Rassismus profitieren. Sie bietet damit ein einzigartiges Instrument der Analyse und zeigt Möglichkeiten der gesellschaftlichen Veränderung. Große Teile der Methodik lassen sich auch auf andere Formen der Unterdrückung übertragen. Eine intersektionale Sicht ist Teil der Critical Whiteness.

In dem Workshop „Weißsein erleben – kritische Begegnung mit einem Privileg“ geht es darum, dieses Analyseinstrument kennenzulernen. Die Ideengeschichte und die Folgen von Rassismus werden gemeinsam betrachtet, insbesondere jenes unausgesprochene gesellschaftliche Konstrukt Weißsein, dessen gewaltvolle Folgeerscheinung Rassismus ist.

Die Teilnehmenden des Workshops werden die Methode kennen lernen, einen ausführlichen Einblick in die geistesgeschichtlichen Hintergründe des Konstruktes Weißsein erhalten, sehr praktisch die Allgegenwart von Weißsein erleben und sowohl ihre eigene Position in diesem Konstrukt reflektieren als auch an Veränderungsmöglichkeiten im eigenen Verhalten arbeiten.

Methodisch kommen neben theoretischen Inputs Gruppenarbeiten und auch Körperarbeit zum Einsatz.

Zielgruppe: Menschen mit Interesse, ihre persönlichen und gesellschaftlichen Verstrickungen im Themenfeld Rassismus zu erforschen und ihre Haltungen zu verändern

Ziele: Auseinandersetzung mit der eigenen Positioniertheit in einer rassifizierten Weltordnung Erwerb von historischen und sozialpsychologischen Kenntnissen zu Rassifizierungen, Rassismus und deren gesellschaftlichen Auswirkungen Intersektionale Verknüpfung Erarbeitung von Haltungs- und Handlungsalternativen

Bilder mit freundlicher Genehmigung von vbp und Herrn Bollwinkel